Drei Tage Marettimo – Tag 3

Heute ist unser dritter und leider letzter Tag. Wie üblich starte ich meinen Tag mit einem Cappuccino in der Bar am Hafen. Die Nacht war etwas ruhiger als die Nacht davor, trotzdem fühle ich mich nicht wirklich ausgeschlafen, es geht halt nichts über das eigene Bett.

Treffpunkt ist heute am Museum in Marettimo. Uns wird die Geschichte von Marettimo erzählt und wie es dazu kam, dass sie heute hauptsächlich vom Tourismus leben. Im Winter leben nur ca. 50 Personen auf der Insel, alle anderen verbringen den Winter auf Sizilien.

Das Museum ist bis unter die Decke mit Erinnerungen des Fischfangs und des Lebens auf Marettimo angefüllt

Danach gehts wieder los, wir müssen wieder unser trocken Brot fürs Mittagessen abholen. Heute bin ich aber gewappnet, ich habe mir Obst gekauft, was wirklich eine gute Entscheidung war, denn es war die schlimmste Variante, Tomatenwürfel mit ein paar Mozarellawürfel liegen eingequetscht auf dem dicken Stück Brot.

Gemeinsam machen wir uns auf den Weg in Richtung Cala Praia Nacchi, wo wir uns faul an den Strand legen wollen.

Es geht vorbei an einem Esel, der sich extra für mein Foto in Pose stellt:

Der Esel kommt extra für mein Foto vom Meer hoch geklettert, stellt sich in Pose, wartet und macht sich dann wieder davon.

Der Weg zum Strand erweist sich noch gefährlicher, als die schmalen Pfade gestern. Wer also hier mit Kind und Kegel zum baden gehen möchte, der ist leider fehl am Platz. Ich würde sagen, lieber Treckingschuhe als Flip Flops.

Am Strand angekommen muss ich leider feststellen, dass das Wasser noch sehr kalt ist, aber es gibt sie wie immer, die ganz mutigen, die sich auch ins kühle Nass stürzen. Ich gehöre nicht dazu, ich bin ein bekennender warm-Wasser-bader!

Der Strand von Cala Praia Nacchi

Aber das Wasser ist strahlend blau, sauber und so kalt wie mein Aperol-Spritz am Abend zuvor. Egal, ich lege mich in die Sonne und genieße nur den Augenblick.

Auf dem Rückweg fällt mir eine sehr kleine Kapelle auf, die sogar ein Solarpanel auf dem Dach hat. Ich muss schmunzeln und es ist mir ein Foto wert.

Wozu das Solarpanel wohl gebraucht wird ?

Den Tag bis zur Abfahrt lassen wir gemütlich in der Bar ausklingen, dann Koffer packen und ab aufs Tragflügelboot. So wie wir gekommen sind, so gehen wir auch wieder. Das Boot ist brechend voll und es scheint, als ob auf Marettimo nur etwa 50 Personen zurück bleiben.

Es war wirklich ein Traum! Besser und schöner hätte dieser Ausflug nicht sein können.

Wer Interesse daran hat, einmal an diesem besonderen Ausflug teilzunehmen, der findet einen Veranstaltungskalender auf der Homepage von der Cooperative Silene und kann sich fürs nächste Jahr anmelden. Außer diesem Ausflug bietet die Cooperative jedes Wochenende eine andere Aktivität an. Für alle, die sich für Ausflüge auch außerhalb touristischer Pfade interessieren, lohnt sich ein Blick auf die Homepage. Besser noch, über Facebook der Gruppe beitreten, dann ist man automatisch immer auf dem neuesten Stand.

Übrigens, die Kosten waren wirklich überschaubar, 40 € für die Guides, 150 € für den Ausflug, darin waren enthalten, Übernachtung, trockenes Brot zum Mittagessen und üppiges und sehr leckeres Abendessen inklusive Wasser und Wein und noch extra 15 € für die 2,5 stündige Bootsfahrt.

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