Fischsuppe hausgemacht

Fischsuppe hausgemacht. Fischsuppe kann so und so gemacht werden. Ich möchte einmal zeigen, wie meine Nachbarin die Fischsuppe so macht.

Die Fischsuppe wie im Titelbild wird so in der Regel im Restaurant serviert. Ich möchte heute aber zeigen, wie ein Sizilianer die Fischsuppe kocht und isst. Die Zutaten sind ähnlich, aber die Art des Servierens unterscheiden sich ziemlich.

Aber ich möchte von vorne beginnen. Meine Nachbarin Francesca ist eine wunderbare sizilianische Köchin. Sie kocht noch so, wie es die „Alten“ gemacht haben, traditionell und nur manchmal mit einer kleinen Hilfe wie einem Brühwürfel. Der Fisch fängt ihr Mann ganz frisch und der Rest kommt aus dem Garten, bis auf die Pasta natürlich.

Ich selbst habe schon versucht eine Fischsuppe zu kochen, aber meine Fischsuppe schmeckt mir niemals so gut wie die Suppe der Anderen und da habe ich schon von vielen Freunden und Nachbarn Fischsuppe geschlürft, dass darf man mir glauben. Deshalb habe ich Francesca gebeten, mir doch einmal zu zeigen, wie man eine echte und leckere Fischsuppe macht. Hier also das Ergebnis.

Zutaten:

  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • frischer Petersilie
  • evtl. etwas frischer Peperoni
  • Krustentiere wie Muscheln, Krebse, Meeresschnecken, etc.
  • eine Handvoll frische Tomaten oder ein paar Esslöffel passierte Tomaten
  • Fisch für Suppe wie z. B. Anglerfisch (pescatrisce), Meeräschen (triglie), Tremmelfisch (tremola), Carruba, Rotbarsch (scorfano)
  • Suppennudeln der Sorte „Lingue di Passero“
  • Salz* für die Fischsuppe und das Nudelwasser

Zubereitung:

Knoblauch und Zwiebel klein hacken und in etwas Wasser ca. 15 Minuten weich kochen, bzw. solange, bis eine Creme entstanden ist. Zu den Zwiebeln und dem Knoblauch dann die Tomaten in Stücke hinzugeben. Wenn man keine frischen Tomaten hat, ein paar Esslöffel passierte Tomaten* dazu geben und etwas Salz. Die Tomaten sollen die Suppe nur etwas einfärben und auf keinen Fall den Hauptgeschmack der Suppe ausmachen, daher nur wenig Tomaten verwenden.

Anschließend den gehackten Petersilie, den Peperoni und die Krustentiere hinzugeben und so lange kochen bis die Krebse rot sind, oder die Muscheln sich geöffnet haben.

Wasser für die Nudeln aufsetzen.

Danach wird der sauber geputzte Fisch in den Topf mit dem Suppenansatz und den Krustentieren gegeben, dabei darauf achten, dass der Fisch, der am längsten zum Kochen braucht unten liegt und der andere Fisch nur oben im Dampf gart. Der Fisch dauert ca. 15 Minuten, bis er gar ist. Das kann man mit einer Gabel testen, in dem man versucht das Fleisch von den Gräten abzuheben. Gelingt das einfach und in großen Stücken, ist der Fisch gar, ansonsten noch weiter kochen lassen.

Eventuell noch ein klein wenig Wasser hinzugeben, aber nicht so viel, da der Fisch selbst die Flüssigkeit abgibt, woraus auch der intensive Geschmack der Fischsuppe herrührt. Zu viel Wasser würde nur die Fischsuppe verwässern und den Geschmack abtöten.

Für die Fischsuppe verwendet man optimalerweise Linguine di Passero, was Spatzenzungen bedeutet und so sehen sie auch aus. Wer keine Linguine im Geschäft findet kann auch Spaghetti* nehmen und diese in kleine, ca. 3 cm lange Stücke brechen.

Nudeln abmessen

Um einen Teller Nudeln genau abzumessen, wird eine Espressotasse* verwendet. Eine Espressotasse voll bedeutet einen Teller Nudeln für eine Person:

Bereit zum servieren

Sind die Nudeln gar und der Fisch ist es auch, dann geht’s ans servieren. Hier unterscheidet sich nun die Hausfrauen-Fischsuppe von der im Restaurant. Es wird zuerst die Suppe mit den Nudeln serviert und anschließend den Fisch extra. Dazu einfach die Nudeln auf den Teller geben und von der Brühe, die sich im Topf mit den Fischen gebildet hat Brühe abschöpfen. Noch etwas frisches Olivenöl auf die Suppe geben und fertig ist eine leckere Fischsuppe.

Ein Sizilianer kann einfach nicht ohne Brot, daher kommt für den echten Sizilianer noch Brot in die Suppe, vorzugsweise das typische Brot der Gegend, nämlich aus Hartweizengries*. Das Brot soll sich mit der Suppe voll saugen, dafür wird auch gerne altes Brot verwendet, damit das Brot so viel wie möglich Suppen-Flüssigkeit aufnehmen kann:

Ganz zum Schluss wird erst der Fisch serviert. Da der Fisch als ganzes gekocht wird, kann man den Fisch besser ohne Suppe zerlegen. Im Restaurant wird der Fisch als Filet gekocht und daher wird die Fischsuppe entsprechend dekorativ serviert. Privat geht’s da schon rustikaler zu:

Egal wie, eine Fischsuppe aus frischem Fisch gekocht, ist allemal ein besonders leckeres und schmackhaftes Gericht, dass man eigentlich nur aus frischem Fisch zubereiten kann.

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