Granatäpfel auf Sizilien

Der Granatapfel kommt ursprünglich aus Asien und ist auch dort, vom Kaukasus bis Indien beheimatet. Wie der Granatapfel nach Italien kam, darüber konnte ich nichts herausfinden. Vermutlich mit den Griechen oder Arabern.

Granatäpfel gibt es in vielen verschiedenen Sorten, schon von der Farbe die von grün/rot bis tiefrot gehen kann, von süß bis sauer, kleine, große Granatäpfel die Vielfalt ist groß. Viele Sorten brauchen sogar mindestens zwei verschiedene Sorten zur Bestäubung die auch nicht weit von einander weg stehen dürfen um diese befruchten zu können.

Hier gibt es richtige Granatapfelplantagen, wo Baum an Baum steht, voller roter, reifer und riesen großer Granatäpfel. Leider war alles eingezäunt, so bin ich nicht näher ran gekommen:

Granatapfelplantagen bei Petrosino

Dafür habe ich ein Bild ganz aus der Nähe von der grün-roten Sorte gemacht:

Ein Granatapfel ganz aus der Nähe

Die Schale ist irgendwie holzig-hart und im inneren sieht der Granatapfel aber sehr besonders aus, jeder Samen steckt in einer Geleeartigen sehr saftigen Hülle:

So sieht ein Granatapfel im inneren aus

Auch die Fruchtschalen haben eine aromatische Eigenschaften und werden verwendet, um Vermut und Aperitifs den bitteren Geschmack zu geben.

Auf Grund der vielen Kerne wird aber meistens Saft daraus gemacht. In der Stadt Foggia ist der Granatapfel bekannt als einer der Hauptbestandteile des gekochten Getreides, das für einen Kuchen verwendet wird, der zum Gedenken an den Verstorbenen gebacken wird. Wie alle anderen Zutaten (Weizen, Schokolade, Nüsse, Zeder usw.) haben die Granatäpfelkerne eine Symbolik, die gleichzeitig Tod und Wohlstand symbolisieren soll.

Wie isst man denn nun einen Granatapfel? Also, entweder man schneidet ihn mit dem Messer in mehrere Schnitze und pult die Kerne aus den Häuten, oder man schält den Granatapfel und riskiert verfärbte Finger und pult dann die Kerne aus den Häuten. Egal wie, lecker ist er immer und so sieht ein Granatapfel im Querschnitt aus:

Quer aufgeschnittener Granatapfel

Wer ein schönes Geschenk braucht, oder für sich etwas besonderes haben will, der macht daraus einen Granatapfelessig. Das Rezept ist ganz einfach und innerhalb einer Woche auch schon fertig.

Dafür benötigt man: 1/2 Liter Weißweinessig und zwei größere Granatäpfel

Die Granatäpfel werden quer aufgeschnitten (so wie im Bild oben) und entsaftet, den Saft gibt man zum Essig, lässt den Essig am Besten im Kühlschrank eine Woche stehen, dabei setzt sich das restliche Fruchtfleisch ab und kann abgefiltert werden. Denn zuvor ist das Essig-Saft-Gemisch trübe und wird mit der Zeit klar. Nach dem abfiltern braucht man für ein Geschenk nur noch eine schöne Karaffe und füllt den inzwischen schönen roten Essig ein. Ihm kann man noch ein paar dieser Kerne beifügen, dann vergisst man auch nicht was es für ein Essig ist.

Der Essig kann nicht nur für Salate verwendet werden, er schmeckt auch vorzüglich zu weißem Fleisch wie Huhn oder Pute oder zu Käse.

Und so sieht der Granatapfelessig dann aus, blutrot und sehr fruchtig im Geschmack:

Der fertige Granatapfelessig

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