Oliven und wie man sie essbar macht

Oliven und wie man sie essbar macht. Es gibt mehrere Möglichkeiten Oliven haltbar zu machen. Egal wie, wichtig ist nur, dass man es tut, denn es gibt nichts Besseres.

Vom Ölbaum, also dem Olivenbaum wurde schon bereits in der Bibel berichtet. Auch auf Sizilien spielt der Olivenbaum seit jeher eine wichtige Rolle, nicht nur wirtschaftlich – Italien steht an 3. Stelle der Olivenproduktion weltweit – sondern auch für den Eigenbedarf.

Angefangen vom Olivenzweig, den jeder an Ostern geweiht, aus der Kirche mit nach Hause nimmt und dort aufbewahrt. Auch das Holz wird als Brennholz verwendet oder Holzkohle daraus gemacht. Die Oliven wachsen, ähnlich wie die Kirschen, nur mit einem kürzeren Stil, einzeln am Ast:

Oliven

Die Oliven selbst werden entweder eingelegt oder zu Olivenöl verarbeitet. Die Farbe der Oliven ist der Reifegrad der Oliven, das heißt, die grünen Oliven sind noch nicht voll ausgereift. Die Pech-schwarzen Oliven, wie sie in Deutschland oft verkauft werden, sind mit Eisengluconat gefärbt und wie ich finde, haben diese nicht mehr viel mit einer richtigen Olive zu tun. Denn eine schwarze, vollreife Olive ist nicht ganz Pech-schwarz, sondern hat eine lila Färbung*:

Da Oliven wegen ihrer Bitterkeit roh nicht gegessen werden können, müssen sie erst in Salzwasser eingelegt werden, das entzieht ihnen die Bitterkeit. Für die Ölproduktion ist diese Prozedur aber nicht notwendig.

Olivenbäume können hunderte von Jahren alt werden und das ist auch gut so, denn erst mit einem Alter von ca. 20 Jahren ist ein Olivenbaum am ertragreichsten.

Da meine Bäume im Garten noch recht jung sind und somit noch nicht viele Früchte hatten, konnte ich auch nicht abwarten bis alle ganz reif waren, daher habe ich sie alle auf einmal gepflückt, um diese einzulegen. Denn eine eingelegte Olive kann man auch grün essen, sie muss nicht unbedingt vollreif sein. Die Ernte beginnt normalerweise im November, da dieser Sommer aber sehr heißt war, konnte man schon ein paar Wochen früher ernten.

Oliven und wie man sie essbar macht

Eingelegte Oliven sind ganz einfach herzustellen. Dazu benötigt man: Oliven, Salz und Wasser und natürlich ein passendes Gefäß.

Auf einen Liter Wasser braucht man 100 g Meersalz. Das Meersalz, dass ich vor kurzem von meinem Besuch bei den Salinen  mitgebracht habe war perfekt, da gab es ja bergeweise davon.

Zubereitung:

Oliven waschen, mit dem Messer einschneiden oder die Oliven quetschen. Werden die Oliven gequetscht kann man sie früher essen, mit einem einfachen Schnitt dauert es etwas länger. Das Einschneiden der Oliven ist wichtig, denn nur so können die Bitterstoffe quasi aus dem Fruchtfleisch ausgewaschen werden. Wasser und Salz zu den Oliven geben, Deckel drauf und fertig. Hier werden zur Aromatisierung entweder wilder Fenchel hinzugegeben oder Petersilie. Ich bevorzuge allerdings die natürliche Variante – Oliven Pur.

Um die Bitterstoffe zu entfernen werden die Oliven in den ersten drei Tagen in normales, ungesalzenes Wasser eingelegt und das Wasser wird dreimal täglich gewechselt. Danach werden die Oliven in eine 10 %-ige Salzwasserlösung eingelegt (100 g Meersalz* auf 1 Liter Wasser) und das für 10 Tage. Die Salzlake noch einmal wechseln und danach sind die Oliven verzehr fertig.

Man kann die Oliven in der Salzlake mindestens bis zur nächsten Ernte aufbewahren, falls es sie bis dahin noch gibt. Denn die Oliven kann man zum Kochen in Pastasoßen* oder zu Fleisch- und Fischgerichten verwenden, oder einfach als Aperitif zu einem Glas Wein mit Brot und Käse: 

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