Naturreservat Zingaro

Naturreservat Zingaro. Ein tolles Naturreservat für Wanderungen oder ein Sprung ins kristallblaue Meer.

Wer Lust auf eine tolle Wanderung hat, gespickt mit Besuchen kleiner Museen aus Zeiten der Fischerei, der sollte unbedingt das Naturreservat Zingaro (ital. Riserva Naturale orientata dello Zingaro) besuchen.

Die Anreise zum Naturreservat kann über San Vito Lo Capo erfolgen, oder über Castellammare del Golfo. Ich wähle die Anreise über San Vito Lo Capo einfach deshalb, da es von meinem Startpunkt aus am nächsten gelegen ist. Es ist Frühling und es gibt noch nicht so viele Touristen auf Sizilien, aber trotzdem ist der Parkplatz am Eingang zum Reservat doch schon zu 4/5 belegt. Es ist also ratsam, sich frühzeitig auf den Weg zu machen, denn die Sonne brennt ohne Bedauern auf das Haupt. Da hilft kein Sonnenhut*, Schatten gibt es eh fast keinen, da hilft nur frühes aufstehen und die Morgenstunden nutzen. Die Öffnungszeiten sind im Sommer von 7 – 19:30 Uhr und im Winter von 8 – 16 Uhr.

Das Naturreservat ist sauber und gepflegt, es gibt viel Personal, das hier und da die Wege pflegt, an den Pflanzen herum schnibbelt oder mit Auskunft in den kleinen Museen zur Seite steht. Was es aber noch weniger als Schatten gibt, das sind Toiletten. Ich könnte jetzt sagen, Okay, dann geht man hinter einen Baum! Abgesehen davon, dass es mehr Palmen als Bäume gibt, ist es auch nicht einfach hinter eine Palme zu kommen, denn das Gras abseits der Wege ist fast meterhoch und man ist außerdem nicht alleine unterwegs. Es hilft also nur ein Portapotti* oder noch besser, so ausgeklügelt trinken, damit man es bis zur nächsten Toilette schafft.

Der Zingaro wird gerne besucht, wegen der kleinen und oft versteckten Badebuchten. Hier kann man sich entweder von den Klippen ins Meer stürzen oder einfach in der Sonne braten. Aber trotzdem sollte man auch für den Weg zu einer der Badebuchten feste Schuhe tragen, denn Badeschlappen* sind für die Wege nicht immer geeignet.

Museen als kleine Abwechslung

Das Naturreservat ist nicht nur schön wegen der tollen Stränden und den Fotos, die man schießen kann. Die Wanderung, die man von einem Eingang zum anderen machen kann und ca. 12 km lang ist, ist gespickt mit kleinen Museen, die man besuchen kann. Sie alle erzählen vom Leben, wie es früher war, als das Naturreservat noch kein Reservat war, sondern der Bevölkerung eine Lebensgrundlage bot.

Gleich zu Beginn der Wanderung stößt man auf das Schifffahrtsmuseum. Hier kann man an einem kleinen Modell noch sehen, wie früher der Thunfisch gefangen wurde. Auch sonst gibt es in dem kleinen Museum einiges zu betrachten und anzuschauen.

Fischerhütte

Nicht weit vom Schifffahrtsmuseum entfernt befindet sich eine Fischerhütte, so wie sie seinerzeit von den Familien der Fischer bewohnt wurde. Sie ist liebevoll hergerichtet und mit den Gerätschaften aus vergangenen Tagen dekoriert. Die Körbe sind aus Palmblätter geflochten und noch heute kann man die vielen Palmen im Park sehen.

Das nächste Highlight ist die prähistorische Höhle, der man von außen schon ansieht, wie groß sie innen ist. In jedem Fall ist auch sie eine Besichtigung wert.

Was es noch im Naturreservat Zingaro zu entdecken gibt, das liegt nun an Ihnen diesen zu besuchen und die weiteren Schönheiten zu entdecken. Um schon etwas in Vorplanung zu gehen und sich die Sache mit den Toiletten anzuschauen, gibt es noch den Lageplan dazu. Übrigens, Hunde dürfen nicht mitgebracht werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.