Meerbälle aus Seegras. Woher kommen eigentlich die braunen Kugeln, die man oft am Strand findet?
Wer kennt sie nicht, die braunen Kugeln, die es oft an Stränden zu finden gibt? Kinder freuen sich daran und manch einer nimmt sie als Urlaubserinnerung mit nach Hause.
Die Kugeln erinnern an Fußabstreifer aus Kokosfasern. Sie sind genauso braun und faserig, zumindest wenn sie trocken sind. Sind sie nass, dann erinnern sie eher an einen Schwamm.
Der lateinische Name dieser Kugeln heißt Egagropilen oder ovale Agglomerate. Im Volksmund werden sie aber als Meereskugeln, Neptunkugeln, Meeresbällchen oder manchmal auch als Meeres-Kartoffeln bezeichnet.
Aus was bestehen die Egagropilen?
Viele denken, dass die Egagropilen aus Algen bestehen. Tatsächlich bestehen sie aus Fasern der Blätter verschiedener Wasserpflanzen, deren Vorhandensein ein Synonym für hohe Wasserqualität ist. Diese langen und schlanken Wasserpflanzen gehören zu Meereswiesen, in denen sich eine Vielzahl von Fischen und wirbellosen Arten tummeln.
Die Egagropilen entstehen in der Regel, wenn Teile der Wasserpflanzen durch die Wellen abgerissen werden und die langen Fasern durch die Wellenbewegungen um sich selbst winden. So werden die charakteristischen Kugeln gebildet.
Wenn die Kugeln sehr trocken sind, eignen sie sich wunderbar als Brennmaterial für ein Lagerfeuer oder den Ofen zu Hause. Die Haarbälle eignen sich nicht nur dazu, ein Feuer zu machen, sondern sie werden zur Herstellung von schallabsorbierenden Platten mit hoher thermischer Effizienz eingesetzt, oder auch in der Landwirtschaft, um Böden aufzulockern. Sogar in Biomethananlagen sind sie willkommen.
Ihre Verbreitung an den sizilianischen Stränden hängt mit dem Vorkommen großer Posidonia-Wiesen unter Wasser zusammen, und obwohl sie aufgrund ihrer Schwimmfähigkeit auch Strände erreichen können, die weit von ihrem ursprünglichen Standort entfernt sind, sind sie auch heute noch gute Indikatoren für die Umweltqualität.
Sie werden an vielen sizilianischen Küsten angespült, wie am Strand in San Teodoro oder am Strand von Capo Feto und vielen weiteren Stränden.
Manchmal befinden sich in dem Filzkugeln auch kleine Plastikteile, die mit den Pflanzenfasern aus den Seewiesen aufgesammelt worden sind und so das Meer gereinigt wird.
Wenn Sie also bei ihrem nächsten Strandurlaub Meerbälle aus Seegras finden, schauen Sie doch einmal in einen Meerball hinein, wer weiß, was sich im Innern verbirgt. Ich persönlich finde ich sie sehr praktisch, um Kalaha zu spielen*.
