Was für ein Hundeleben!

Was für ein Hundeleben! Man muss nicht unbedingt ins Hinterland reisen, um einem streunenden Hund zu begegnen.

Immer wieder werde ich von Tierfreunden angeschrieben, oder lese es in Foren, wie ihnen das Herz blutet, wenn sie die armen Tiere sehen, die Herrenlos durch die Straßen irren. Bei hohen Temperaturen ohne Wasser und Futter, das Fell filzig und mit Parasiten belagert.

Ich weiß, ich weiß. Auch ich habe meine Liebe Not damit, auch wenn ich schon seit über 10 Jahren auf Sizilien bin, so konnte ich mich an vieles gewöhnen oder inzwischen besser ertragen. Was für mich aber nach wie vor ein Problem darstellt, das ist zu sehen, wie manche Menschen mit den Tieren umgehen.

Wenn das Verständnis für die richtige Tierhaltung fehlt

Hunde an kurzen Ketten oder in kleinen Zwingern kann ich nicht ertragen. Vielen Hundehaltern fehlt einfach das Verständnis für richtige Tierhaltung. Neulich zeigt mir ein Landwirt ganz stolz seine “Hundezucht”. Da sind in drei relativ kleinen Zwingern mindestens 30 Hunde eingesperrt. Alle auf dem Betonboden und alles verschissen und dazwischen liegt eingeweichtes Brot auf dem Boden. Die Hunde sind so dünn, dass man jeden einzelnen Rückenwirbel zählen kann.

Als ich ihn darauf anspreche, da versteht er gar nicht, wovon ich eigentlich rede. Wichtig ist für ihn nur, dass er pro Hund 1.000 Euro Verkaufspreis erzielen kann.

Die ausgesetzten Hunde

Ein anderes Problem ist, dass oft junge Hunde ausgesetzt werden, weil sie wilde Kreuzungen sind. Eine Mischung aus dem, was in aller Regel ein Streuner bei der Hündin hinterlassen hat. Das aber nicht, weil die Hündin ansonsten für die Zucht gebraucht wird. Nein, weil der Besitzer des Hundes zu geizig oder zu doof ist, seine Hündin zu sterilisieren. Daher werden auch meistens weibliche Hunde ausgesetzt, denn Rüden können ja nicht schwanger werden – welch ein Glück aber auch!

Private Hilfen

Als Tourist bekommt man in der Regel nicht mit, was sich im Hintergrund tut. Gemeinden reagieren inzwischen und sammeln immer wieder die streunenden Hunde auf. Wobei ihr Schicksal danach auch besiegelt ist, denn die Tierheime sind voll und ein alter verlauster Hund will sowieso niemand mehr.

Es gibt aber auch private Helfer, die über Facebook gefunden werden können. Sie kümmern sich unter anderem darum, wenn jemand ausgesetzte Welpen entdeckt hat. Sie versuchen, die Welpen zu vermitteln, was in der Regel sehr gut klappt. Oder sie veröffentlichen Bilder von streunenden Hunden, denen sie auf ihren täglichen Wegen begegnen, um sie entweder ihrem Besitzer zuzuführen, oder an den Mann oder die Frau zu bringen. Sie versorgen die Hunde direkt vor Ort mit Wasser und Futter. Denn man glaubt es kaum, aber Wasser ist im Sommer mindestens so wichtig wie Futter, wenn nicht noch wichtiger.

Die Organisation OIPA

Außerdem gibt es eine Organisation, die Italienweit operiert. Es handelt sich um eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die dem Department of Global Communications (DGC), dem Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) und der ständigen Versammlung für Umweltfragen (UNEA) der Vereinten Nationen angehört.

Sie setzen sich dafür ein, eingesperrte oder an Ketten gelegte Tiere zu befreien. Diese Organisation geht aber noch weiter. Sie befreien gequälte Tiere, egal, ob Hunde, Katzen, Pferde oder Schafe, sie setzen sich für alle Tiere ein.

Es ist ausreichend, Fotos von der Situation zu schicken, die genaue Adresse oder den Standort über Google Maps. Sie kümmern sich darum, ohne dass derjenige, der die Tierquälerei zur Anzeige gebracht hat, genannt wird. Alles Anonym und ohne Gefahr. Die Fotos sind wichtig, denn so können sie entscheiden, welche Tiere Vorrang haben. Denn sie werden sich nicht für Katzen einsetzen, die frei herumlaufen, auch wenn sie noch so struppig aussehen.

Für die Region Trapani ist diese Organisation zuständig. Beim Klick auf “NUCLEI” in der blauen Linie oben, kann die entsprechende italienische Region ausgewählt werden. Weiter unten findet man das Formular, das ausgefüllt werden muss.

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