Wohin mit dem Handy und dem Geldbeutel, wenn man sich im Meer abkühlen will? Wie kann man seine Wertsachen am Strand schützen?
Sommer, Sonne, Strand und die Frage, wohin mit seinen Wertsachen, wenn man an den Strand geht?
Diese Frage stellen sich häufig Urlauber, die in südlichen Ländern ihren Sommerurlaub verbringen. Leider sind gerade diese Länder verrufen, was die Sicherheit angeht, ob das nun wirklich so ist, oder nur ihr Ruf, darüber gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Tatsächlich sind Länder im Süden ärmer und die Kriminalität deshalb höher, aber muss man sich um seine Wertsachen am Strand wirklich Sorgen machen?
Da ich mich auf Sizilien befinde, was erwiesenermaßen kurz vor Afrika liegt, werde ich mich zu diesem Thema einmal über Sizilien äußern. Also treiben sich diese Mafiosetti, also die kleinen Mafiosi auch hier am Strand herum?
Kurze Antwort: Mir ist noch keiner begegnet!
Wertsachen im Hotel lassen
Um seine Wertsachen zu schützen, würde man als schnellen Rat einfach sagen; Zuhause lassen! Aber, was ist, wenn sich die Unterkunft nicht in nächster Nähe zum Strand befindet und deshalb hinterher noch ein Ausflug oder ein Stadtbummel geplant ist?
Außerdem will man ja vom Strand und seinen Lieben Fotos machen. Von einem Urlaub bleiben letztendlich nur diese Erinnerungen. Heutzutage gehören Handys oftmals auch zur Kategorie Wertsachen. Wenn man sich die Preise einmal anschaut, konnte man früher für das Geld ein gebrauchtes Auto kaufen.
Theoretisch könnte man dann die Wertsachen im Auto lassen, aber im Prinzip ist das genauso leichtsinnig. Schließlich hat man selten die Möglichkeit direkt neben dem Handtuch sein Auto zu parken und zudem geht man an den Strand, um sich zu entspannen, und nicht um wie ein Wachhund auf seine Siebensachen zu starren.
Ich habe mich einmal schlau gemacht und nachgefragt und nachgelesen und ausprobiert, was es für Möglichkeiten gibt, um seine Wertsachen am Strand zu schützen.
Also, schauen wir uns einmal die unterschiedlichen Möglichkeiten an, die es gibt, um seine Wertsachen am Strand zu schützen.
Welche Möglichkeiten gibt es, um seine Wertsachen am Strand zu schützen?
Bei meinen Recherchen war die meistgelesene Antwort, die Wertsachen zu Hause lassen. Aber wie bereits erwähnt, benötigt man sein Handy für Fotos, Anrufe die man erwartet und vielleicht auch ein bisschen um zu surfen. Klar, könnte man seine Wertsachen im Hotel oder in der Ferienwohnung zurücklassen. Wenn es einen Hotelsafe gibt, umso besser, aber auch hier könnten sich lange Finger bedienen, denn was ist im Leben schon sicher!
Wertsachen im Sand eingraben
Eine weitere Möglichkeit wäre, seine Wertsachen im Sand einzugraben und sein Handtuch darüber auszubreiten. Diese Idee hat mich schon etwas zum Lachen gebracht. Wenn ich mir das vorstelle, wie ich im Sand knie und mit einer kleinen Kinderschaufel ein Loch buddle, einen dick gefüllten Zipbeutel in das Loch lege und dann wieder verscharre. Ab besten noch einen Stein darauf lege, damit ich selber den Schatz auch wieder finde und dann das Handtuch darüber ausbreite. Wer kleine Kinder hat, der muss natürlich damit rechnen, dass diese ankommen und lautstark fragen, was man da macht, denn es könnte ja sein, das Mama oder Papa gerade dabei sind eine Strandburg zu bauen und wer will das schon verpassen? Also heimlich einbuddeln geht nicht.
Aber auch ohne Kinder ist diese Aktion mehr als Auffällig und im Sommer ist am Strand immer viel los, daher glaube ich nicht, dass diese Aktion ungesehen bleiben würde. Ganz ehrlich, für mich käme diese Art von Wertsachenschutz niemals infrage.
Wertsachen mit dem Strandtuch abdecken
Weniger auffällig wäre, die Wertsachen ebenfalls in einem kleinen Beutel verstauen und einfach unter dem Strandtuch verstecken. Auch hierzu benötigt man zumindest eine kleine Mulde, denn sonst fällt auch der kleine Hügel auf, der durch den abgedeckten Beutel gebildet wird.
Vom Ansatz finde ich diese Lösung wesentlich besser, als das Loch buddeln, aber trotzdem geht ja immer die Angst mit ins Wasser, ob hinterher noch alles da ist.
Touristenstrände meiden
Um keine Löcher graben zu müssen und ohne Angst baden zu gehen wird gerne empfohlen, Touristenstrände zu meiden und dort baden zu gehen, wo Einheimische baden. Das würde jedoch im Umkehrschluss bedeuten, dass man hinter den Einheimischen nicht die Diebe vermutet, sondern hinter anderen Touristen, oder habe ich das falsch verstanden?
Es bedeutet gleichzeitig auch, dass man im heimischen Freibad weniger sicher ist, als am Hausstrand von Trapani. Nein, ich verstehe diese Aussage nicht und außerdem, es gibt keine Strände die von Sizilianern mehr oder weniger besucht werden als von Touristen.
Nur das Notwendige mitnehmen
Nur das Notwendige zum Strand mitzunehmen ist ein gut gemeinter Rat, aber was ist notwendig? Der Personalausweis ist nicht nur Pflicht, sondern auch sinnvoll.
Man stelle sich vor und es passiert etwas und keiner weiß, wer man ist und wo man eingecheckt hat. Dabei muss es nicht einmal etwas Gravierendes sein. Bei diesen Temperaturen ist es mir selbst einmal in einem Türkei Urlaub passiert, dass ich mir an der Bar etwas zum Trinken kaufen wollte, aber gar nicht dazu kam, weil ich nämlich kurz davor mit einem Kreislaufkollaps zusammengebrochen bin. Das war damals in einer Ferienanlage. Jetzt stelle sich mal einer vor, da liegt man vor der Bar auf dem Boden und keiner weiß, wohin mit dem Patienten. Glücklicherweise kam ich recht schnell wieder auf die Beine, so dass mir weiteres erspart blieb. Mein damaliger noch nicht Ehemann hatte meine Abwesenheit noch nicht einmal bemerkt. Damals hätte ich mir schon Gedanken machen sollen, ob es wirklich der Richtige ist. Aber gut, ich will nicht vom Thema abschweifen.
Also, Personalausweis muss mit und wenn der fehlt, könnte es bei der Abreise Ärger geben.
Was ist also noch wichtig. Etwas Klimpergeld für ein Eis, dann darf aber auch sonst nichts über den Weg laufen, kein Strandverkäufer, keine Polizei die einen abkassieren will, weil man zu schnell gefahren ist und auch kein Schnäppchen, dass am Wegesrand auf einen lauert. Schließlich ist man in Urlaubsstimmung und auch gerne bereit etwas Unnötiges zu kaufen, das man sonst nicht gekauft hätte.
Anstelle von Geld könnte man auch die Kreditkarte mitnehmen, aber an welcher Strandbar kann man schon mit Kreditkarte bezahlen? Ich kenne keine! Hier ist bares wahres. Außerdem, wenn die fehlt, dann könnte der Urlaub auch gelaufen sein. Besser zu Hause lassen.
Eheringe und sonstigen Schmuck. Auf Schmuck kann man sicherlich verzichten. Aber auf den Ehering nur dann, wenn der Ehepartner nicht von der eifersüchtigen Sorte ist. Im schlimmsten Fall wird unterstellt, dass man sich so ja nur unbedarft und frei bewegen kann und mal einen Blick nach links oder rechts auf einen knackigen Italiener werfen kann. Aber das Gleiche würde für den anderen Ehepartner ja auch gelten. Schmuck kann also zu Hause bleiben.
Das liebe Handy ist wirklich ein Sonderfall. Wie oben bereits geschrieben geht heute ohne Handy nichts mehr. Ich daddel auch gerne am Handy herum, dass finde ich entspannend und was hat man am Strand sonst noch zu tun. Klar, wer Kinder hat, der muss auf die Kids aufpassen aber da will man ja auch ein paar Fotos schießen, für die Daheimgebliebenen und als Andenken. Handy muss mit und schon haben wir einen Wertgegenstand, ohne den es weniger gut geht.
Handtuch-Nachbarn bitten
Eine Möglichkeit wäre, seine Handtuch-Nachbarn zu bitten, auf die Sachen aufzupassen. Aber wie lange kennt man diese Handtuch-Nachbarn? Maximal 1 Stunde, dann will man mal ins Wasser zum Abkühlen. Wer die Landessprache nicht spricht, kann durch Zeichen und Zeigen sich sicherlich verständlich machen, aber will man wildfremden Menschen wirklich seine Sachen anvertrauen? Wer weiß schon, wer neben einem liegt!
Mir ist es in der Tat selbst schon einige Male passiert, dass ich angesprochen wurde, ob ich nicht kurz auf die Sachen aufpassen könnte. Was will man da sagen? Nein, dass mache ich nicht! Also passe ich auf den Krempel der Anderen auf. Mit dem Ergebnis, das der Typ nur einen Grund gesucht hat, um mit mir ins Gespräch zu kommen. Denn bei genauerer Betrachtung war es der alte Rucksack nicht Wert, meine Zeit zu beanspruchen.
Von mir bekommt diese Idee keinen Zuspruch. Ein Handtuch-Nachbar ist unbekannt und somit unbrauchbar.
Abwechselnd schwimmen gehen
Eine weitere Idee wäre, einer bleibt auf dem Handtuch liegen und der andere darf ins Wasser. Ist er fertig mit baden, dann darf der “Aufpasser” ins Wasser und der andere kann sich trocknen lassen.
Kann man machen, funktioniert sicher auch mit Abstand am besten. Was ist aber, wenn man alleine am Strand ist? Dann wird das nichts.
Fazit, praktikabel, aber nur dann, wenn man nicht alleine an den Strand geht.
Schwimmboje und anderes
Eine witzige Idee ist die mit der Schwimmboje. Hier gibt man also seine Wertsachen in einen wasserdichten Beutel oder eine wasserdichte Trockentasche und nimmt sie mit ins Wasser. Da in den Beuteln Luft eingeschlossen ist, bleiben sie an der Wasseroberfläche schwimmen.
Eine weitere ähnliche Idee ist, eine wasserfeste Handytasche zu verwenden, um das heißgeliebte Handy mitnehmen zu können und sich beim Baden um den Hals zu hängen. Diese Methode funktioniert aber nur, wenn man nicht schwimmt, sondern sich nur abkühlt, oder etwas im Wasser planscht.
Zur “wasserfesten Kategorie” zählt auch die wasserfeste Bauchtasche. Meiner Meinung nach am besten geeignet, ausgehend von diesen drei wasserfesten Behälter-Vorschläge. Stört weniger beim Schwimmen, muss nicht hinterher gezogen werden, also weniger Widerstand im Wasser.
In einer Babywindel verstecken
Sehr lustig finde ich die Idee, die Wertsachen in einer Babywindel zu verstecken. Problematisch wird es allerdings, wenn man aus Versehen die benutzten Windeln mit der Wertsachen-Windel entsorgt, denn dann kann es unter Umständen etwas eklig werden.
Wer keine Kinder hat, hat auch keine Babywindeln, daher ist für Windellose Strandgänger diese Idee eher weniger geeignet.
In alten Schuhen verstecken
Absolut unbrauchbar ist die Idee, Wertsachen in alten Schuhe zu verstecken. Ich gehe mit Flip-Flops an den Strand. Gut davon habe ich auch alte, aber verstecken kann man da drin absolut nichts. Der Ideengeber hat wohl an alte Turnschuhe oder ähnliches gedacht. Aber wer geht schon mit Turnschuhen an den Strand. Außerdem sind die heutigen Handys so groß, da gibt es gar keine Schuhe dafür.
Spaßeshalber habe ich KI gefragt, welche Schuhgröße benötigt werden würde, um die diversen IPhones darin unterzubringen. Man glaubt es kaum, aber es wären Schuhe in der Größe 59 oder 68 notwendig. Da es diese schlichtweg nicht gibt, ist auch dieser Vorschlag unbrauchbar.
Was sagen die Sizilianer dazu?
Also, nach meinem nachfragen und nachlesen und ausprobieren habe ich ein paar sizilianische Freunde dazu befragt. Die Antwort war nach einem ungläubigen Kopfschütteln über so eine Frage unisono: “Nichts, lass alles liegen, das klaut niemand!”
Na dann, schönen Urlaub!