Die Geschichte der Granita

Die Geschichte der Granita. Wie immer haben die Besten Speisen eine Geschichte, so auch die Granita.

Eine Granita, ist eine Sizilianische Eisspezialität, entstand als die Araber seinerzeit noch auf Sizilien herrschten. Hergestellt wurde das erste Eis quasi mit dem Schnee den es auf den Bergen um den Ätna gibt.

Der Schnee wurde gesammelt und in Höhlen den Sommer über aufbewahrt. Zur Herstellung der Granita wurde der Schnee abgerieben oder abgekratzt. Vermutlich hatten Sie den Schnee in gepresster Form aufbewahrt, damit er nicht so schnell schmilzt.

Noch bis ins 20. Jahrhundert hatte die Granita den Namen Rattata, welches übersetzt gebrieben bedeutet. Die Araber verfeinerten das abgekratzte Eis mit Fruchtsaft oder geriebenen Blüten und so entstand eine erfrischende Süßspeise für die heißen Tage.

Wo gibt es das Beste Granita

Wie immer gibts hier einen guten Tipp, wo es ein leckeres Granita gibt. Das, meiner Meinung nach, beste Granita gibt es in Trapani, entweder in der Gelateria Gino, oder in der Pasticceria Colicchia, in der Via delle Arti:

Pasticcheria Colicchia in Trapani

Was macht eine echte Granita aus?

Oft wird eine Granita mit einem Sorbet verwechselt, der Unterschied liegt darin, dass die Granita unter ständigem rühren gekühlt wird und am Ende keine Luft mehr enthält, sondern eine eher körnige Textur hat. Das ständige Rühren hat auch den Zweck, dass das Wasser nicht vom Fruchtsaft oder Nussbrei getrennt wird,  so dass kein fader Geschmack entsteht. Beim Sorbet hingegen wird das Eis während des kühlens nur hin und wieder umgerührt, um es geschmeidig zu halten, daher ist die Konsistenz am Ende eine andere. Hier ein Feigen-Granita aus der Nähe betrachtet:

Feigen Granita aus der Nähe

Heute wird die Granita in durchsichtigen Gläsern angeboten. Noch bis in die 50er und 60er Jahre wurde die Granita mit einem Art Knäckebrot serviert. Nachdem aber der Hefeteig Einzug gehalten hatte, wird heute die Granita entweder in Gläsern oder als typisches Sizilianisches Frühstück, vor allem im Sommer, mit einem Hefebrötchen serviert, oder man isst es den ganzen Tag über.

Eine Granita lässt sich genau so wie ein Eis mit verschiedenen Sorten mischen. Im Colicchia gibt es neun verschiedene Sorten und werden hier sogar mit einem lauwarmen Brötchen serviert:

Granite mit je zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen und den klassischen Hefebrötchen

Wo isst man welche Sorte?

Es gibt unterschiedliche Geschmacksvorlieben für die Regionen. In Catania zum Beispiel, dass ganz in der Nähe von Bronte liegt, wo die bekannten Pistazien* und Mandeln* herkommen, wird bevorzugt die Pistaziengranita gegessen, aber auch mit Früchten wie Maulbeere (ital. Gelso), Pfirsich, Ananas oder Erdbeere. Aus der Provinz Ragusa, wo die bekannte Schokolade aus Modica* hergestellt wird, kommt die Schokaladengranita. In der Gegend von Trapani mit Jasmin und schwarzer Maulbeere. In Syrakusa hingegen wird die Geschmacksrichtung Kaffee*, Zitrone und Mandel bevorzugt.

Auch wenn so eine Granita eine Menge Kalorien versteckt hält, man darf sich nicht davon abhalten lassen wenigstens einmal eine Granita zu probieren, schließlich gehört die Granita zur Geschichte Siziliens.

Wer selbst einmal eine Granita probieren möchte, der findet hier das Rezept dazu.

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