Fast unglaublich wo die Heiligen Drei Könige überall nach dem Weg gefragt haben!

Man glaubt es kaum, aber angeblich waren die Heiligen Drei Könige auf der Suche nach dem Neugeborenen Jesuskind auch in Italien und haben hier nach dem Weg gefragt. Es scheint wohl wahr zu sein, denn noch heute wird von der Hexe „Befana“ gesprochen, bei der die Heiligen Drei Könige an die Tür geklopft haben.

Früher, so glaubte man in Italien, flatterten die Hexen nachts auf ihren Besen über den frisch gesäten Feldern herum, um die Ernte zu begünstigen. Eines kalten Winterabends klopften die Heiligen Drei Könige an die Tür des Hauses in dem eine Hexe wohnte und baten sie, ihnen den Weg nach Bethlehem zu zeigen, wo sie dem Jesuskind ihre Gaben bringen wollten. Die Heiligen Drei Könige luden die alte Dame ein, sie auf dem Weg zu begleiten, denn schließlich hörte sich die Beschreibung der alten Hexe schon etwas kompliziert an. Sie lehnte die Einladung aber ab, da sie zu beschäftigt war und so zeigte sie ihnen nur den Weg. Als die Drei Könige gingen, bedauerte sie die Ablehnung der Einladung und begann, sie zu suchen, konnte sie aber nicht mehr finden. Sie musste wohl ein schlechtes Gewissen gehabt haben, denn sie klopfte an jede Tür und hinterließ jedem Kind ein Geschenk, in der Hoffnung, dass eines von ihnen das Jesuskind war.

Diese Geschichte stammt wohl aus dem 2. Jahrhundert. Interessant wäre nun, wo denn der Ursprung der Geschichte liegt. Denn wenn man sich das einmal in der Praxis vorstellt, da klopfen die Heiligen Drei Könige in Italien an eine Tür, um nach dem Weg zu fragen! Die Drei Könige kamen ja schon aus Bethlehem und müssten sich schon richtig blöd verlaufen haben, um in Italien zu landen. Denn wenn wir mal davon ausgingen, sie hätten in Mittelitalien, also sagen wir in Rom, an eine Tür geklopft, dann wären das laut Google rund 3.760 km und würde zu Fuß 724 Stunden dauern. Das wären 72,4 Tage, wenn man täglich 10 Stunden laufen würde. Aber die Heiligen Drei Könige hätten die gleiche Zeit ja auch für den Hinweg gebraucht, dass heißt, sie wären insgesamt fast 145 Tage unterwegs gewesen.

Hier man ein Bild, damit man überhaupt eine Ahnung hat, wo denn Italien liegt und wo Bethlehem:

Aber den Kindern in Italien ist es jedenfalls egal, ob diese Geschichte wahr ist, denn ihnen geht es mit diesem Brauch besser als den Kindern anderswo. Denn in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar werden sie also noch einmal beschenkt. Auch wenn diese Tradition von Region zu Region abweicht, so wird sie dennoch in allen Regionen mit kleinen Geschenken zelebriert.

Epifania, so heißt in Italien der Feiertag von Dreikönig. Mit dem 6. Januar wird nicht nur der Hexe und den Heiligen Drei Königen gedacht, damit endet auch die Zeit der Feste, die in den vergangenen Tagen und Wochen gefeiert wurden.

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