Wie das so mit den Tieren ist

Neulich musste ich leider eine nicht so schöne Erfahrung damit machen, wie so mancher mit den Tieren umgeht. Es gibt sie bestimmt nicht nur auf Sizilien, die Menschen, die Tiere lieben und die Sorte, denen Tiere nur lästig sind.

Als ich morgens mit meinem Hund spazieren gehe, sehe ich ein kleines Kätzchen auf einem Stromkasten sitzen, dass ganz schrecklich miaut. Daneben liegen zwei Schachteln auf der Hecke, ganz klar, die Katze wurde weg geworfen wie Müll. Ich will zwar keine Katze, aber diese kleine Mieze miaut so jämmerlich, dass ich sie abends mit nach Hause nehme, denn schließlich will und kann ich ihr nicht zusehen, wie sie langsam stirbt.

Mein Hund findet die Katze ganz nett und irgendwie kommen mütterliche Gefühle in meinem Hund hoch und da scheint es ihr wohl notwendig, noch etwas Erziehungsarbeit zu leisten:

Das Erste Kennenlernen von Hund und Katz

Die Katze sucht sich als Unterschlupf ausgerechnet meinen mit Plastiksäcken abgedeckten Rasenmäher aus. Aber es ist es für sie eindeutig leichter hinein zu kommen, also heraus zu finden. Ich muss mich trotzdem amüsieren, denn man glaubt es kaum, aber auch so eine kleine Katze kann ganz schön muffig werden, wenn sie nicht sofort aus ihrem Versteck heraus findet. In ihrer Not hat sie dann leider nicht nur einmal meinen Rasenmäher ziemlich verkackt.

Da die Katze nicht dumm ist, klettert sie regelmäßig an der nackten Hauswand hoch, um in das Haus zu gelangen. Ich will aber nicht, dass die Katze auf meinem Sofa oder sogar in meinem Bett schläft. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als bei dieser Bruthitze die Fenster geschlossen zu lassen. Das ist mit ein Grund, weshalb ich beschlossen habe, mich nach einem geeigneten Katzenliebhaber umzusehen.

Bei einem weiteren Spaziergang treffe ich zufällig die Ortspolizei. Ich frage sie, wohin ich die Katze, die ich gefunden habe denn bringen soll. Sie sehen mich erstaunt an und fragen, ob ich die denn mit nach Haus genommen habe? Das bestätige ich natürlich, denn die Katze mag vielleicht zwei oder drei Wochen alt sein und ist nicht in der Lage sich schon selbst zu ernähren. Daraufhin geben sie mir den Rat, die Katze wieder an den Ort zu bringen, an dem ich sie gefunden habe und eine Anzeige bei der Gemeinde zu machen. Die würden sich dann um die Katze kümmern.

Das hört sich für mich schon sehr abstrakt an und hinterlässt nicht den Eindruck, dass das funktionieren könnte. Als ich Freunden das erzähle, lachen sie sich halb tot und meinen, dass ich zwar diese Anzeige machen könnte, aber sicher niemals jemand kommen würde, um die Katze zu holen. Sie bestätigen also meine Vermutung.

Ja, so geschieht das auch mit den Hunden, alles was der „gemeine“ Sizilianer nicht braucht, wird entsorgt, ob alte Schuhe, kaputte Kloschüsseln, ausgediente Fernseher oder Hunde und Katzen, alles wird in die Prärie geworfen. Schrecklich aber wahr!

Ach ja, für mein kleines Kätzchen habe ich letztendlich einen Platz gefunden und ich glaube, da geht es ihr nun wirklich gut.

Also, wer Tiere findet, entweder mitnehmen, oder sein lassen. Hilfe gibt es für diese armen Kreaturen keine.

Das ist übrigens der Hund, den mein Freund vor kurzem gefunden hat:

Der süße kleine Leo war auch erst etwa drei Wochen alt als er gefunden wurde.

Und hier nochmal ein kleines Video, wo deutlich wird, dass der Hund von der Katze als Mutter akzeptiert werden würde, aber mein Hund an einer Mutterschaft leider kein Interesse hat:

Der kleinen Katze fehlt eindeutig die Mama

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