Eine sizilianische Band

Es waren einmal vier Solisten aus West-Sizilien, sie schlossen sich zu einer Gruppe zusammen und schwupp war eine Band gegründet.

Ihre Stärke ist ihr Dialekt. Für einen Touristen ist es nicht einfach zu verstehen was sie da singen, aber die Jugend hängt ihnen an den Lippen, denn sie vermitteln soziale Botschaften. Aber nicht nur das, sie nehmen auch an vielen Initiativen teil und sind so nicht nur Idole die auf einer Bühne stehen, sondern greifbare Menschen die sich unters Volk mischen.

Die Besondere Art wie sie Musik machen ist das intensive, schnelle und kraftvolle Wechselspiel zwischen Ironie und Reflexion. Es sind vier Energiebündel auf der Bühne die keine Zeit für Langeweile lassen, sie wechseln vom Dancehall zum elektronischen Rap und Reden, das typische der jamaikanischen Musik, über in Freestyle.

Es war Sommer 2010, als die damals noch einzeln auftretenden Musiker sich ständig bei Konzerten trafen, als sie nach dem x-ten Treffen beschlossen, es mit einer gemeinsamen Jam-Session zu versuchen, die feurig war, wie echte Sizilianer eben sind. Es kam so gut beim Publikum an, dass sie beschlossen, zukünftig zusammen zu spielen. So entstand 2010 eine Band, die es zwar nicht erwartete, aber auf Grund der anschließend organisierten Tournee, die von Turin nach Rom, Genua, Perugia, Mailand, Bari und Parma führte, zu einer der einflussreichsten und interessantesten Gruppen der gesamten italienischen Black-Szene wurde. Es war nicht nur eine Band geboren, sondern auch ihr Name: Shakalab

In Granitola-Toretta, einer kleinen Gemeinde die zu Mazara del Vallo gehört, von der einer der Musiker stammt, gab es am vergangenen Wochenende ein Heimspiel. Das kleine Dorf mit ihren nicht mal 100 Häusern, platzt bei solchen Konzerten zwar aus allen Nähten, aber sie sind sehr stolz auf ihren berühmten „Sohn“, wenn er „nach Hause“ kommt, um Musik zu machen.

Da es unmöglich ist, dort mit dem Handy ein Video zu machen, habe ich beschlossen, eins aus der „Konserve“ zu zeigen, welches in Granitola gedreht wurde:

Und hier noch ein Video, mit Untertitel, damit das mitzusingen im Dialekt auch klappt. (Text wird ab dem 2. Akt angezeigt 😉 )

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.