Mitilugghie oder frittierte Knödel

Mitilugghie oder frittierte Knödel. Wer weiß schon, warum sie Knödel heißen, obwohl sie flach wie eine Flunder sind. Also weder Fisch noch Knödel, aber zum Aperitif einfach perfekt.

Gnocco fritto, so heißen sie im Norden Italiens, auf Sizilien werden sie Mitilugghie genannt. Wir sprechen von den berühmten frittierten Teigstücken, die als Vorspeise zu Käse und Aufschnitt serviert werden. Im Norden werden sie mehrheitlich in Schmalz ausgebacken, auf Sizilien bevorzugt man Sonnenblumenöl, Erdnussöl oder Rapsöl. Auch werden im Norden dem Teig an Stelle von Olivenöl oft Schmalz zugefügt, was meiner Meinung nach den Teig schwer und weniger geschmackvoll macht.

Die Gnocco fritto oder Mitilugghie sind aber nicht zu verwechseln mit den Gnocchi, denen die aus Kartoffeln und Mehl zubereitet und dann in Wasser gekocht werden.

Oft wird der Teig mit Kräutern, wie Oregano oder Rosmarin aromatisiert, was sehr gut zur herzhaften Beilage passt.

Zutaten:

  • 500 g Hartweizenmehl
  • 20 ml Olivenöl extravergine
  • 10 g Hefe
  • 10 g Zucker
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • etwas Salz
  • Rosmarin oder Oregano nach Wunsch
  • Samenöl zum Ausbacken der Teigstücke

Zubereitung:

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen, das Olivenöl, Salz und das Mehl dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

Den Teig zugedeckt an einen warmen und zugfreien Ort stellen und auf mindestens das Doppelte aufgehen lassen.

Anschließend den Teig noch einmal gut durchkneten und auf einer mit Mehl bestreuten Fläche ca. 2 mm dick ausrollen.

Den Teig mit einem Teigrad oder einem Messer in Quadrate schneiden und in heißem Öl ausbacken. Wenn sie auf beiden Seiten gebräunt sind, mit einem Schaumlöffel herausnehmen, gut abtropfen lassen und auf ein Küchentuch legen, damit das überschüssige Öl abtropfen kann.

Mitilugghie werden normalerweise mit Prosciutto crudo und Stracchino-Käse serviert, schmecken aber auch hervorragend mit Mortadella, Salami, Parmigiano-Käse oder jedem anderen Käse auch.

Sizilianer sind nicht abgeneigt, die frittierten Teigstücke auch mit Zucker bestreut zu genießen. Dann sollte man aber auf die Zugabe von Rosmarin oder Oregano im Teig verzichten.

Die Mitilugghie sollten noch warm serviert werden, da schmecken sie am besten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert